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Gloverall merino wool jumper in burnt orange, knitted in England

Kaschmir vs. Merino: Wofür Sie wirklich zahlen

Kaschmir und Merino stehen aus unterschiedlichen Gründen an der Spitze der Strick-Preisliste, und den Unterschied zu verstehen lohnt sich, bevor man in eines von beiden investiert. Das eine ist ein Luxus der Weichheit, das andere ein Luxus der Leistung. Dieser Guide erklärt, was jede Faser tatsächlich ist, woher die Preislücke kommt und wie man ehrlich zwischen beiden wählt.

Was Kaschmir tatsächlich ist

Kaschmir ist überhaupt keine Schafwolle. Es ist das feine Winterunterfell der Kaschmirziege, einmal im Jahr ausgekämmt, überwiegend in der Mongolei und in China. Eine einzelne Ziege liefert nur einen Bruchteil dessen, was ein Schaf gibt, und die Faser muss von Hand und Maschine vom groben Deckhaar getrennt werden, bevor sie versponnen werden kann. Diese Knappheit ist das Preisschild. Die Belohnung ist eine Faser, so fein, dass sie auf der Haut kaum spürbar ist, mit einem Wärme-Gewichts-Verhältnis, das Wolle nicht erreicht. Der Preis dafür ist die Haltbarkeit: Kaschmir ist empfindlich, pillt schnell an Reibungsstellen und verlangt sorgsames Waschen und Aufbewahren.

Was Merino tatsächlich ist

Merino ist Wolle vom Merinoschaf, einer über Jahrhunderte auf die Feinheit ihres Vlieses gezüchteten Rasse. Sie ist weich genug für die bloße Haut, behält aber den Arbeitscharakter der Wolle: Sie ist elastisch, sodass Kleidungsstücke ihre Form zurückgewinnen; sie isoliert auch in feuchtem Zustand; sie atmet in Innenräumen; und sie hält Jahre regelmäßigen Tragens aus. Gloveralls Kernstrick, der Submariner, der Aran, der Fisherman und der Shawl Collar Cardigan, wird aus genau diesen Gründen in England aus 100 Prozent Merino gestrickt. Das sind Pullover, gebaut, um unter einem Mantel hart getragen zu werden, und Merino ist die Faser, die dieses Leben verträgt.

Der ehrliche Vergleich

Weichheit. Kaschmir gewinnt, und zwar deutlich. Wenn die Aufgabe des Pullovers ist, sich luxuriös anzufühlen, erfüllt Kaschmir diese Aufgabe.

Wärme. Kaschmir ist Gramm für Gramm wärmer, aber ein grober Merinostrick schließt die Lücke, indem er schlicht mehr Wolle trägt, und das ohne die Zerbrechlichkeit.

Haltbarkeit. Merino gewinnt eindeutig. Ein guter Merinopullover, wöchentlich getragen, überlebt die meisten monatlich getragenen Kaschmirstücke. Kaschmir nutzt sich sanft ab; Merino arbeitet einfach weiter.

Pflege. Beide wollen Handwäsche, aber Merino verzeiht Fehler, die ein Kaschmirstück erledigen würden.

Preis. Guter Kaschmir kostet ein Vielfaches von gutem Merino, und billiger Kaschmir ist meist eine Milchmädchenrechnung: kurze Fasern, lockere Strickerei und Pilling innerhalb einer Saison.

Wo Gloverall steht

Gloverall strickt Merino, weil seine Mäntel und Pullover für das tägliche Tragen gemacht sind, und Merino ist die Faser, die das einlöst. Kaschmir erscheint im Sortiment dort, wo es sich seinen Platz wirklich verdient: eingemischt in Manteltuche, wie beim Chesterfield Mantel mit seinem Tuch aus 75 Prozent Wolle, 20 Prozent Polyamid und 5 Prozent Kaschmir, wo ein Anteil Kaschmir ein schweres Gewebe weicher macht, ohne die Zerbrechlichkeit eines Stricks zu erben. Das ist der ehrliche Einsatz der Faser: als Würze, nicht als ganzes Gericht.

Wie man wählt

Kaufen Sie Kaschmir, wenn Weichheit der Punkt ist, Sie es gelegentlich tragen und richtig pflegen werden. Kaufen Sie Merino, wenn der Pullover eine Aufgabe hat: Schichten unter einem Dufflecoat, wöchentliches Tragen, Reisen, oder einen Besitzer, der nicht darüber nachdenken will. Für die meisten Garderoben lautet die Antwort: ein Merino-Kern und Kaschmir als gelegentlicher Genuss.

Häufig gestellte Fragen

Woraus besteht ein Kaschmirpullover?

Aus dem ausgekämmten Winterunterfell der Kaschmirziege, nicht aus Schafwolle. Die Faser ist feiner und weicher als Wolle, aber weniger haltbar, und der geringe Ertrag pro Ziege ist der Grund, warum echter Kaschmir teuer ist.

Ist Kaschmir wärmer als Merinowolle?

Gramm für Gramm ja. In der Praxis ist ein schwererer Merinostrick genauso warm, robuster und leichter zu pflegen, weshalb Arbeitsstrick immer aus Wolle war und nicht aus Kaschmir.

Warum ist Kaschmir so teuer?

Knappheit und Arbeit. Jede Ziege liefert nur eine kleine Menge nutzbaren Flaums pro Jahr, er wird gekämmt statt geschoren, und die feine Faser muss vor dem Spinnen vom groben Fell getrennt werden.

Ist Merinowolle eine gute Alternative zu Kaschmir?

Für Alltagsstrick ist sie meist die bessere Wahl: fast so weich, weit haltbarer und glücklicher, wenn sie hart getragen wird. Gloverall strickt seine Kernpullover und Cardigans aus genau diesem Grund aus 100 Prozent Merino.

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